Tamran

Nirmathas Hauptstadt Tamran ist eine windschiefe, aus Holz zusammengeschusterte Stadt an der Mündung des Marideth. Der Großteil des Ortes steht auf Pfählen und Stegen, welche die Gebäude über das sumpfige Land erheben. Einzelne Häuser sind mit Dämmen, Brücken oder Flottillen aus kleinen Booten und Flößen verbunden. Früher war Tamran befestigt, die Anlagen wurden aber während des Unabhängigkeitskriegs von den Nirmathi selbst eingerissen, da sie erkannten, dass diese einzig den Molthunern Vorteile bei ihrer traditionellen Art der Kriegsführung verschafften. Die Mauern konnten einer Belagerung ohnehin nicht standhalten und machten es nur schwieriger, einen Gegenangriff einzuleiten. Als die Mauern zerstört waren, wurde Tamran zu einer so gut wie unhaltbaren, offenen Stadt. Wenn die Molthuner anrücken, können die Soldaten der Nirmathi sich nun in den Wald zurückziehen, während die Stadtbevölkerung sich ergibt. Da der Fluss und die Sümpfe so nah liegen, ist es für die nirmathanischen Soldaten mit ihren Guerillataktiken kein Problem, Tamran dann einfach wieder zu infiltrieren. Molthune hat die Stadt nun schon fünfmal „eingenommen“. Allerdings erwies es sich jedes Mal als zu kostspielig und im Endeffekt sogar als unnütz, die Stadt auch zu halten. Bei der Beendigung ihrer letzten Besatzung haben die Molthuner Tamran aus Frust niedergebrannt– und die Nirmathi haben es innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut. Sie blicken voller Stolz auf ihre bescheidene Stadt und sehen sie als Symbol ihrer Zähigkeit, Schläue und Ausdauer.

Tamran

Preis der Unsterblichkeit Seelenquell